Einspeisevergütung 2026 und Solarspitzengesetz: Warum Eigenverbrauch zählt

Einspeisevergütung 2026 und Solarspitzengesetz: Warum Eigenverbrauch zählt

Früher wurden Solaranlagen vor allem wegen der Einspeisevergütung gebaut. Heute ist das anders: Die Vergütung ist niedrig, Netzstrom teuer. Wer 2026 eine PV-Anlage plant, sollte deshalb vor allem auf eines achten – möglichst viel Solarstrom selbst zu nutzen. Hier der aktuelle Stand.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?

Für Anlagen, die zwischen dem 1. August 2026 und dem 31. Januar 2027 in Betrieb gehen, gelten folgende Sätze:

  • Teileinspeisung bis 10 kWp: 7,70 Cent pro kWh
  • Teileinspeisung 10 bis 40 kWp: 6,66 Cent pro kWh (für den Anteil über 10 kWp)
  • Volleinspeisung bis 10 kWp: 12,22 Cent pro kWh
  • Volleinspeisung 10 bis 40 kWp: rund 10,2 Cent pro kWh

Die Vergütung gilt 20 Jahre lang ab Inbetriebnahme. Alle sechs Monate sinken die Sätze für neue Anlagen um ein Prozent, die nächste Absenkung ist für den 1. Februar 2027 zu erwarten.

Das Solarspitzengesetz: zwei wichtige Regeln

Seit dem 25. Februar 2025 gilt für neue Anlagen:

  • Keine Vergütung bei negativen Strompreisen: In Stunden, in denen der Börsenstrompreis negativ ist, gibt es keine Einspeisevergütung. Diese Zeiten werden an die 20-jährige Laufzeit angehängt. 2025 gab es fast 575 solcher Stunden – vor allem an sonnigen Mittagen im Frühjahr und Sommer.
  • 60-Prozent-Regel: Anlagen von 2 bis 100 kWp ohne intelligentes Messsystem und Steuerbox dürfen höchstens 60 Prozent ihrer Leistung einspeisen. Balkonkraftwerke sind ausgenommen.

Für Eigenheimbesitzer ist das weniger dramatisch, als es klingt: Den Strom, den Sie selbst verbrauchen oder in den Speicher laden, betrifft die Begrenzung nicht. Mit Speicher, Wallbox oder Wärmepumpe geht kaum Ertrag verloren.

Geplante EEG-Reform 2027

Die Bundesregierung plant, die feste Einspeisevergütung für neue kleine Anlagen grundlegend umzubauen. Im Gespräch sind ein Wegfall der festen Vergütung für neue Anlagen unter 25 kWp mit Übergangsregeln, eine stärkere Direktvermarktung von Überschussstrom und eine weitere Begrenzung der gleichzeitigen Einspeisung. Das Gesetz ist noch nicht beschlossen. Klar ist aber: Bestandsanlagen und Anlagen, die nach den aktuellen Regeln in Betrieb gehen, behalten ihre Vergütung für 20 Jahre.

Warum Eigenverbrauch der Schlüssel ist

Eine Kilowattstunde aus dem Netz kostet Haushalte meist 30 Cent oder mehr. Für eingespeisten Strom gibt es 7,70 Cent. Jede selbst genutzte Kilowattstunde ist also etwa viermal so viel wert wie eine eingespeiste. So erhöhen Sie Ihren Eigenverbrauch:

  • Stromspeicher für den Abend und die Nacht
  • PV-Überschussladen für das E-Auto
  • Wärmepumpe mit smarter Steuerung, z. B. für Warmwasser am Mittag
  • Verbraucher verschieben: Waschmaschine, Spülmaschine und Trockner bei Sonne laufen lassen
  • Energiemanagement, das alles automatisch koordiniert

Volleinspeisung oder Eigenverbrauch?

Volleinspeisung kann sich lohnen, wenn auf einem Dach viel Fläche, aber kaum Verbrauch vorhanden ist – etwa bei Scheunen oder Nebengebäuden. Für Wohnhäuser ist Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung fast immer die wirtschaftlichere Variante.

Fazit

Die Einspeisevergütung ist heute nur noch ein Bonus. Wirtschaftlich entscheidend ist, wie viel Solarstrom Sie selbst nutzen. Wie hoch Ihr Eigenverbrauch und Autarkiegrad sein können, zeigt Ihnen unser Unabhängigkeitsrechner. Für eine genaue Planung mit Speicher, Wallbox und Energiemanagement sind wir als Elektromeisterbetrieb aus Waltrop für Sie da. Jetzt Kontakt aufnehmen.

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