Wallbox installieren: Anmeldung, Kosten und PV-Überschussladen

Wallbox installieren: Anmeldung, Kosten und PV-Überschussladen

Ein E-Auto zu Hause zu laden ist bequem und günstig – vor allem mit eigenem Solarstrom. Damit das sicher und regelkonform funktioniert, gehört die Installation einer Wallbox in die Hände eines Elektrofachbetriebs. Hier erfahren Sie, was dabei zu beachten ist.

Warum eine Wallbox statt Haushaltssteckdose?

Eine normale Schuko-Steckdose ist nicht für stundenlange hohe Dauerlast ausgelegt. Leitungen und Kontakte können sich erwärmen, im schlimmsten Fall droht ein Brand. Eine Wallbox lädt mit 11 kW deutlich schneller, überwacht den Ladevorgang und lässt sich mit der PV-Anlage koppeln.

Anmeldung beim Netzbetreiber

Jede Wallbox muss beim Netzbetreiber angemeldet werden. Wallboxen über 11 kW (z. B. 22 kW) sind zusätzlich genehmigungspflichtig. Die Anmeldung übernimmt der Elektrofachbetrieb, der die Wallbox installiert – bei uns ist das selbstverständlich im Service enthalten.

§14a EnWG: steuerbare Verbraucher und günstigere Netzentgelte

Wallboxen mit mehr als 4,2 kW Leistung, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb gehen, gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach §14a EnWG. Das bedeutet: Der Netzbetreiber darf die Ladeleistung bei Netzengpässen vorübergehend auf 4,2 kW drosseln – abschalten darf er die Wallbox nicht. Im Gegenzug zahlen Sie weniger Netzentgelt. Dafür gibt es mehrere Modelle:

  • Modul 1: eine pauschale jährliche Reduzierung, je nach Netzbetreiber grob 110 bis 190 Euro.
  • Modul 2: 60 Prozent Rabatt auf den Arbeitspreis des Netzentgelts – dafür ist ein separater Zähler nötig.
  • Modul 3: zeitvariable Netzentgelte in Kombination mit Modul 1, mit intelligentem Messsystem.

Welches Modell sich lohnt, hängt von Ihrer Fahrleistung und Ihrem Netzbetreiber ab. Wir beraten Sie dazu bei der Planung.

Was kostet die Installation einer Wallbox?

Die Wallbox selbst kostet je nach Ausstattung etwa 500 bis 1.500 Euro. Hinzu kommt die Installation: Bei kurzer Leitungslänge und ausreichend Platz im Zählerschrank ist das überschaubar. Teurer wird es bei langen Leitungswegen, Erdarbeiten zur Garage oder wenn der Zählerschrank erweitert oder erneuert werden muss. Jede Wallbox braucht einen eigenen Stromkreis mit passendem Fehlerstromschutz.

PV-Überschussladen: das E-Auto mit Sonnenstrom laden

Richtig günstig wird das Laden, wenn Ihr Auto mit Solarstrom vom eigenen Dach fährt. Beim PV-Überschussladen regelt die Wallbox die Ladeleistung automatisch so, dass möglichst nur überschüssiger Solarstrom ins Auto fließt. Voraussetzung ist eine Wallbox mit Energiemanagement-Anbindung an Wechselrichter oder Zähler.

Wie viel Ihrer Autoladung vom Dach kommen kann, hängt stark davon ab, wann das Auto zu Hause steht. Steht es tagsüber in der Garage (Homeoffice, Rente, Zweitwagen), sind hohe Solaranteile möglich. Berechnen Sie es selbst mit unserem Rechner „Solarstrom fürs E-Auto“.

Förderung für Wallboxen

Die frühere bundesweite KfW-Förderung für private Wallboxen ist ausgelaufen. Teilweise gibt es regionale Programme von Kommunen oder Stadtwerken – es lohnt sich, vor dem Kauf nachzufragen.

Fazit

Eine Wallbox ist die sichere und komfortable Lösung fürs Laden zu Hause. Mit PV-Überschussladen und reduzierten Netzentgelten nach §14a sinken die Ladekosten deutlich. Wir übernehmen Planung, Installation, Anmeldung und Inbetriebnahme Ihrer Wallbox. Jetzt Angebot anfordern.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.